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Pflastersteine verlegen - so geht´s Schritt für Schritt Hot

Wie man Pflastersteine verlegt - so geht´s
Wer seine Zufahrt, einen Gehweg, den Carport-Stellplatz oder seine Terrasse pflastern möchte, kann dies unter anderem mit Backsteinen tun. Bei diesen Pflasterklinkern handelt es sich um besonders hart gebrannte Ziegelsteine. Man kann sie in ungebundener Bauweise (auf Splittbett mit angefeuchtetem Brechsand als Verfugung) oder gebunden (auf Mörtelbett mit Fugenmörtel als Verfugung) verlegen. Die Art der Verlegung richtet sich danach, welche Belastungen das fertige Pflaster später aushalten muss. Für das Pflastern eines Gehwegs im Garten und einer Terrasse am Haus reicht die ungebundene Verlegung vollkommen aus.


Werden die Pflastersteine später allerdings von Pkws befahren, sollte man unbedingt gebunden verlegen, da die Konstruktion sonst nicht stabil genug ist und einsacken kann. Wichtig ist, dass der Unterbau absolut eben und verdichtet ist. Außerdem sollte man dabei ein Gefälle von 2,5 cm für den Ablauf des Regenwassers berücksichtigen.

Materialien
Um Backsteine zu verlegen, benötigt man folgende Materialien

  • Zollstock
  • Bandmaß
  • Holzpflöcke
  • Seil
  • Wasserwaage
  • Spaten
  • Flächenrüttler mit abnehmbarer Gummifläche
  • Fugenkelle
  • Gummihammer
  • Alu-Schiene
  • Maurerkelle
  • Schlauchstück
  • Fliesenleger-Schwamm

Als Baumaterialien und Hilfsstoffe verwendet man...

  • Ein Splitt-Sand-Gemisch in der Körnung 0/45
  • Fertig-Mörtel
  • Backsteine
  • Fugen-Mörtel
  • Silikon-Kautschuk


Anleitung zum Verlegen von Backstein-Pflaster

01 Vorbereiten der Baugrube
Man misst die zu pflasternde Fläche exakt ab, wobei man 5 % Fläche für die Rand-Bepflasterung hinzurechnet. Dann steckt man die Baugrube ringsum mit mehreren Holzpflöcken ab. Das Gefälle legt man folgendermaßen fest: Will man beispielsweise eine Terrasse anlegen und dafür eine Baugrube von 40 cm Tiefe ausschachten, befestigt man ein Seil am ersten höher gelegenen Pflock am Haussockel in 40 cm Höhe und zieht es zum Pflock gegenüber, wo man es in 37,5 cm Höhe befestigt. Von dort aus zieht man das Seil zum nächsten Pflock an der Hauswand, wo es in 40 cm Höhe fixiert wird. Danach zieht man es zum nächsten gegenüber liegenden Pflock, der in 37,5 cm Höhe umwickelt wird usw. Das Gefälle wird dann noch mithilfe einer Wasserwaage kontrolliert.



02 Ausschachten der Baugrube und Anlegen des Mörtelbetts
Die Baugrube wird mit einem Spaten entsprechend der jeweiligen Seilhöhe ausgeschachtet. Danach vorverdichtet man den Untergrund mit einem Flächenrüttler. Auf diesen planen Untergrund wird eine Tragschicht aus einer Splitt-Sand-Mischung (Körnung 0/45) lagenweise aufgetragen. Jede Lage wird mit dem Rüttler verdichtet, um eine optimale Tragfähigkeit zu erzielen. Dann trägt man fünf Lagen von jeweils 0,8 cm aus mit Wasser angerührtem Fertigmörtel auf, um die Bettungsschicht für die Backsteine herzustellen. Jede Lage muss mit dem Flächenrüttler verdichtet werden, bevor man die nächste Schicht auftragen darf.

03 Verlegen der Steine
Man fängt in einer Ecke an und verlegt die Pflastersteine entsprechend der späteren Verwendungsweise des Pflasters: Soll ein Fußweg gepflastert werden, verlegt man sie im Läuferverband, wobei man die Abstände zwischen den einzelnen Steinen mit der Fugenkelle bestimmt und die Steine mit dem Gummihammer festklopft. Die Fugenbreite sollte mindestens 0,4 cm betragen. Alle 5 m in jede Richtung wird eine Dehnungsfuge angebracht, die bis in die unter dem Mörtelbett befindliche Splitt-Sandschicht reicht. Für das Pflastern von Zufahrten empfiehlt sich das Verlegen im Fischgratmuster. Um gerade Randkanten zu erzielen, verwendet man eine Alu-Schiene. Danach werden alle Außenkanten mithilfe der Maurerkelle mit einer nach oben abgeschrägten Rückenstütze aus Mörtelmasse befestigt. Auf dieser kann man dann eine Reihe von Randbegrenzungssteinen verlegen.

04 Verfugen
Zum Verfugen kann man den in jedem Baumarkt erhältlichen fertigen Fugen-Mörtel verwenden, den man entsprechend der Anleitung einfach mit Wasser anmischt. Dann gießt man die Zwischenräume mit der Mörtelmasse aus. Die Dehnungsfugen werden mit einem dauerelastischen Material wie beispielsweise Silikon-Kautschuk aufgefüllt. Alle Fugen werden nach dem Verfüllen mit einem Schlauchstück hohlkehlenartig vertieft.

05 Reinigen und Verdichten
Alle 30 Minuten sollte man die schon fertig verfugte Pflasterfläche sorgfältig von Mörtelresten reinigen, da sich diese später schlecht entfernen lassen. Gereinigt wird mit einem Fliesenlegerschwamm und Wasser, das häufig gewechselt wird. Um optimale Festigkeit und Tragfähigkeit zu erreichen, rüttelt man das trockene Pflasterstück mit einem Flächenrüttler mit Gummiplatte durch. Das vorherige Aufziehen der Gummiplatte ist notwendig, damit die Backsteine beim Feststampfen mit dem Rüttler nicht beschädigt werden.


Tipps

  • Beim Kauf des Fugen-Mörtels sollte man unbedingt darauf achten, dass er keine ausblühfähigen Stoffe enthält, da diese bei Regenwetter auf dem Pflaster häßliche graue Schlieren hinterlassen.
  • Beim Anrühren des Fugenmörtels sollte man beachten, dass dieser relativ schnell aushärtet. Deshalb empfiehlt es sich, immer nur soviel Mörtelmasse anzurühren, wie man innerhalb einer Viertelstunde verfugen kann.
  • In Mörtelbett verlegtes Backstein-Pflaster kann später optimal mit Hochdruckreiniger gesäubert werden.


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