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Wie man Kiwis im eigenen Garten anpflanzt Hot

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Kiwis gehören wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C, Kalcium und Eisen zu einer der beliebtesten Früchte weltweit. Die sogenannte chinesische Stachelbeere oder auch Strahlengriffel genannt, konnte bis vor wenigen Jahrzehnten nur in Gewächshäusern oder in tropisch warmen Gebieten wie z.B. Neuseeland angepflanzt werden, aber dank modernster Züchtungen ist heutzutage ein Anbau im hauseigenen Garten in Deutschland ebenfalls möglich. Auch optisch bereichert die Kiwipflanze den Garten. Mit einer Wuchshöhe von etwa 10 Metern klettert der Schlingstrauch mit einer Rankhilfe, ähnlich wie Efeu, an Zäunen und Fassaden empor und dient somit auch als Sichtschutz und Schattenspender.


Wer Kiwis im eingenen Garten anpflanzen möchte, benötigt dazu zunächst folgendes

  • winterfeste Kiwi-Jungpflanzen, sowohl mindestens eine männliche als auch eine weibliche (das Anpflanzen mit Samen ist zwar auch möglich, jedoch blühen diese erst nach sech bis zehn Jahren)
  • ein nährstoffreicher und kalkarmer Boden mit einem PH-Wert von etwa sechs (falls der Boden nicht genügend Nährstoffe bietet, kann auch Rhododendronerde beigemischt werden)
  • ein windschattiger und warmer Standort nach Süden
  • Tannenzweige bzw. Rindenmulch als Bodenabdeckung im Winter
  • Humuserde ab dem zweiten Jahr der Anpflanzung
  • einige Spanndrähte sowie eine Rankhilfe

Anleitung zum Anpflanzen und Pflegen der Kiwipflanzen

01 Nachdem die Jungpflanzen erworben wurden, werden diese am besten im späten Frühling eingepflanzt. Zunächst sollte die männliche Pflanze mit dem Topf in ein Loch im Boden gegeben werden. Darum herum werden nun die weiblichen Jungpflanzen (maximal sieben) eingepflanzt, damit diese später von der männlichen befruchtet werden können.

02 Die Kiwi-Pflanzen müssen stets regelmäßig gegossen werden, da der Schlingstrauch sonst sein Fruchtwachstum einstellt bzw. einen bitteren Geschmack in der Frucht hervorruft.

03 Im ersten Jahr sollte zunächst nur der Haupttrieb stehen gelassen und zurückgeschnitten werden, um somit mehr Verzweigungen hervorzurufen und um damit auch einen größeren Ertrag zu erziehlen.



04 Wenn die Seitentriebe lang genug sind, werden sie mit Spanndrähten befestigt ehe sie schließlich die Rankhilfe erreichen.

05 Damit die Kiwis im folgenden Winter auch bei Minusgraden überleben können, müssen sie mit Tannenzweigen dicht bedeckt werden.

06 Im folgenden Jahr sollten dann immer wieder die Seitentriebe gekürzt werden.

07 Im dritten Jahr bilden sich nun die ersten Fruchttriebe. Von nun an muss beim Kürzen besonders aufgepasst werden, denn ein abgetrennter Fruchtrieb trägt danach keine Früchte mehr.

08 Schließlich können die Kiwis im vierten Jahr gegen Ende September und Anfang Oktober geerntet werden. Sollte der Geschmack jedoch noch zu bitter sein oder zu wenig Aroma besitzen, können sie dann zur Not an einem sonnigen Platz im oder am Haus nachreifen.

[Das Bild ist von Bob n Renee - via Flickr - vielen Dank]


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